Kurzinterview mit Ivan Verny

19.02.2020 15:49:11
Kurzinterview mit Ivan Verny, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Dozent am IPA zur Abendveranstaltung mit Namen «Prozessarbeit Lab: Wo drückt der Schuh?»

Seit 2019 gibt es am Institut für Prozessarbeit eine regelmässige Abendveranstaltung mit Namen «Prozessarbeit Lab: Wo drückt der Schuh?»

Ivan Verny, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Dozent am IPA gibt im folgenden Mini-Interview Auskunft, was der Hintergrund dieser Veranstaltung ist.

IPA: Lieber Ivan, kannst Du in kurzen Worten sagen: was ist das Prozessarbeit Lab?

Ivan Verny: Für mich ist das Prozessarbeit Lab eine Gelegenheit, Prozessarbeit als Anwendung im Einzelsetting vorzustellen. Wenn erfahrene Coaches / Therapeut*innen ihr Können in kurzen Interventionen zeigen und nach jeder ca. 20-minütigen Arbeit noch eine kurze Diskussion der Interventionen erfolgt, kann dies als eine Art fachliche Fortbildung genutzt werden.

IPA: Welche konkreten Fragen werden da bearbeitet?

Ivan Verny: Alle Alltags- und Lebensfragen der Teilnehmer*innen sind willkommen: Körpersymptome, Entscheidungen, Beziehungsknatsch, Berufsprobleme, Ängste, Sorgen, Mut-Mangel, Auseinandersetzung mit ökologischen und ökonomischen Fragen / Problemen oder Konzepten.

IPA: Wer sind die Teilnehmer*innen?

Ivan Verny: Es ist ein offenes Format. Das heisst, alle interessierten, lernbegierige Menschen können teilnehmen. Jeder Anlass kann einzeln gebucht werden, ein Abend kostet 60 CHF. Typischerweise kommen zwischen 8-12 Teilnehmer*innen. Es ist auch ein ideales Format um Prozessarbeit kennen zu lernen und eine persönliche Erfahrung damit zu machen.

IPA: Weshalb machst Du das als Leiter?

Ivan Verny: Ich mache dieses Format seit fast 10 Jahren in Tschechien in Prag, mittlerweile kommen da 30-40 Interessierte pro Abend. Ausserdem habe ich das gleiche Format in ein prager Rehazentrum gebracht, wo es um eine Bereicherung der körperlichen Rehabilitationsarbeit geht.

IPA: Etwas das Du sonst noch sagen willst?

Ivan Verny: Dies ist eine Art öffentliche Klinik, die „Fälle“ werden in der Mitte der Gruppe behandelt, es braucht also etwas Mut, sich zu zeigen. Dafür gibt es eine sehr behutsam-mutige und oft humorige Atmosphäre, eine schöne Art miteinander zu lernen. Man muss es ausprobieren, melde Dich heute an.