Persönlich wirken & sichtbar sein in der Rolle als Therapeut:in/ Berater:in

Datum 18.08.2023 - 10:00 Uhr bis 20.08.2023 - 17:00 Uhr
   

Ort

Institut für Prozessarbeit
Schöntalstrasse 21, 1. Stock
8004 Zürich

Leitung

Marianne Verny & Elke Schlehuber

 


Persönlich wirken und sichtbar sein in der Rolle als
Therapeut:in/ Berater:in

Wie wir im Grenzfeld von persönlicher Biographie, professionellem Rollenverständnis und systemischen Geistern in unsere Kraft finden

mit Marianne Verny und Elke Schlehuber
 

Wenn wir eine Rolle in einem System übernehmen, sind wir in mächtige Felder eingebunden. Wir haben Auftraggebende, bewegen uns in Hierarchien und Loyalitäten, begegnen komplexen Rang- und Machtdynamiken – im Aussen und im Innern. Immer wieder konstellieren sich in systemisch regulierten Arbeitsfeldern Situationen, in denen äussere Realitäten, innere Realitäten spiegeln, in denen wir unseren höchsten Idealen und tiefsten Ängsten begegnen, Macht und Ohnmacht erleben und um ein Sein und Wirken in Verbindung mit unseren authentischen Werten ringen müssen. Aber auch in der Beziehungsarbeit mit Klient:innen in der privaten Praxis etabliert sich ein Beziehungssystem, in dem „es“ an der Grenze zwischen uns in unseren Rollen und uns als Personen träumt und wir mehr oder weniger Zugang zu unserer Wahrnehmung und mehr oder weniger Erlaubnis haben, die Signale aufzugreifen.

Internalisierte unterdrückende Überzeugungen, entmächtigende Erfahrungen, hierarchische Strukturen und ein tief im Mainstream verankertes Tabu gegen veränderte Bewusstseinszustände und körperlich-emotionale Erfahrungen erschaffen Grenzen im Bewusstseinsfeld. Wann immer sich das Träumen im Unerwarteten, Unbeabsichtigten, Unkontrollierten zeigt, erscheinen mächtige Grenzfiguren und systemische Geister, die sehr bedrohlich, ja, vernichtend sein können und uns von unserer Verbindung mit uns selbst und unserer Kraft abtrennen.

In diesem Workshop erforschen wir unser Träumen an den persönlichen und systemischen Grenzen zu unserer Kraft und inneren Autorität. Wir setzen uns mit den Anpassungsstrategien auseinander, die an diesen Grenzen wirken und uns Rollensicherheit geben – uns aber auch in unserer Wahrnehmung und Kreativität einschränken. Wir schärfen unser Rollen- und Feldbewusstsein und hinterfragen unsere Einstellungen, Überzeugungen und Wertungen bezüglich unseres Seins und Handelns als prozessorientiert Tätige. Wir vertiefen unser Verständnis der Gesetzmässigkeiten systemischer Felder und erforschen Wege, um mit unserem Wesen in Kontakt zu treten, uns unserer Instinktnatur bewusster zu werden und im Hin und Her zwischen Innen und Aussen einen eigenen Stil, Kompetenz und Wirksamkeit zu erfahren.
 
Je mutiger und wacher wir mit uns selbst im Hier und Jetzt in Beziehung sein können, desto flüssiger gestalten sich unsere Beziehungen zu Klient:innen, Mitarbeiter:innen, Kolleg:innen, Vorgesetzten. In der therapeutisch/beraterischen Beziehung fällt es uns leichter Aufträum- und Übertragungsphänomene zu erkennen und für den Klient:innenprozess zu nutzen.

So erfahren wir uns in unseren systemischen Rollen in einer neuen Qualität von Integrität und Lebendigkeit und sind tiefer in Kontakt mit der Sinnhaftigkeit unserer mythologischen Lebensreise auf dem Weg zum ganzen Selbst. Indem wir uns in der Gruppe zeigen und mitteilen wachsen wir gemeinsam und können auch und gerade in unserer Scheuheit ein Tor zu Neuem entdecken, dass uns in unserem So-Sein stärkt und uns in Menschlichkeit begegnen lässt.

Inhalte/ Ziele des Seminars

- Systemische Felddynamiken und der Beobachter als Geist
- Innere und äussere Rollenerwartungen, innere und äussere Autorität
- Macht/ Ohnmacht und marginalisiertes Sein
- Polarisierung, Nähe, Distanz und veränderte Bewusstseinszustände
- Übertragung und Aufträumen an der Systemgrenze im Beziehungsfeld

- Du wünscht dir mehr Freiheit, wann und wie du dich zeigst, mit deinen Wahrnehmungen und Impulsen sowie deinen starken, kompetenten und deinen verletzlichen, unsicheren Seiten?
- Du willst sicherer werden in deinem Selbstverständnis in der Rolle und dieses in deinen persönlichen Werten und in deinem mythologischen Träumen über dein Wirken in der Welt fester verwurzeln?
- Du sehnst dich nach einem tieferen Vertrauen in deine Instinktnatur, deine sinnliche Wahrnehmung und innere Führung?
- Du möchtest mitfühlender mit dir sein, wenn du in einen Komplex fällst und dich besser vor entwertenden, ignorierenden oder bloßstellenden Geistern schützen?
- Du willst deine Kompetenzen erweitern, dich im Beziehungsprozess besser facilitieren und als Therapeut:in/ Berater:in mit deinem Wesen eine umfassendere Präsenz erschaffen? Dann melde dich an.

Leitung
Marianne Verny, www.marianneverny.ch
Elke Schlehuber, www.inpersona.net

Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt.

Daten/ Zeiten
18.08.23, 10-18h
19.08.23, 10-18h
20.08.23, 10-17h

Ort

Institut für Prozessarbeit
Schöntalstrasse 21
8004 Zürich


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Anreise
Tram 9 oder 14 (ab HB Richtung Triemli) bis Haltestelle Zürich Werd oder
S2, S24, S8 bis Bahnhof Wiedikon.
Der Hauseingang Schöntalstrasse 21 befindet sich linkerhand der Liegenschaft Schöntalstrasse 19 im hinteren Hofbereich.

Parking-Möglichkeiten

Parkhaus Stauffachertor, Werdstrasse 4, 8004 Zürich (ca. 7 Min. zu Fuss bis zur Schöntalstrasse)
City Parking, Gessnerallee 14, 8001 Zürich (ca. 12 Min. zu Fuss bis zur Schöntalstrasse)


Kosten
IPA- Studierende                    CHF 600 (je nach Weiterbildungvertrag in den Seminarkosten inkludiert)
IPA- Vereinsmitglieder           CHF 600
Externe Teilnehmende           CHF 720
 

Veranstaltung

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